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Das Gefühl von Freiheit

Autor: Jannika | Datum: 06 November 2016, 04:40 | 0 Kommentare

Während die Meisten Wochenenden hier sehr ruhig und eher langweilig waren, habe ich letzten Samstag mal mehr von Jayapura gesehen.

Das, was mir wichtig war, war das Meer zu sehen. Also habe ich Kakak Mieke gefragt, ob sie mit mir zum Strand fahren kann. Letztendlich waren wir dann noch an vielen anderen Orten, aber auch die Strecken zurückzulegen, war ein kleines Highlight. Ich saß vorher noch nie auf einem Roller, deswegen war ich zuvor schon etwas unsicher, was mich erwarten wird. Aber die Teile sind ja doch ziemlich stabil und die Autos hier sind es gewohnt, dass sich ständig Roller vorbei schlängeln und fahren dementsprechend zum Bremsen bereit. So habe ich mich die ganze Zeit sicher gefühlt und konnte den Fahrtwind und die Aussicht genießen. Es ging relativ viele Berge hoch und wieder runter, was der Roller gut hinbekommen hat. Im Gegenteil zu einem kleineren LKW, der die Straße für die Autos blockiert hat :)

Als erstes sind wir zu einem Treffen von Freunden gefahren, die alle ein Jahr in den USA oder Kanada waren. Ein Mädchen ist gerade zurück gekommen und hat viel erzählt und da alle Englisch sprechen konnten, war der ein oder andere Englische Ausdruck dabei, sodass ich dem Gespräch ziemlich gut folgen konnte. Wir haben natürlich noch was gegessen und sind dann wieder aufgebrochen, schließlich sollte ich den Strand ja noch bei Tageslicht sehen. 

Es war echt unglaublich! Nachdem ich das Meer Wochen lang nicht mehr gesehen habe, war es unbeschreiblich. Auf den Horizont der Ostsee zu schauen ist schön, die Eckernförder Bucht bietet aber nur wenig Horizont. Am Pazifik zu stehen mit 180 Grad Meer vor einem und zu wissen, dass Tausende Kilometer nur Wasser und ein paar kleine Inseln kommen, war ein einmaliges Gefühl von Freiheit. Das Wasser war klar und Badewannen-warm =D. Für die Zeit in Wamena bin ich jetzt auf jeden Fall mit vielen Fotos von einfach nur Meer ausgestattet.

Als es anfing zu dämmern, sind wir weiter gefahren auf einen Berg, von dem man viele Teile der Stadt sehen konnte. Unten war die Stadt im Lichtermeer, rechts wurden die Lichter weniger und ich konnte noch die Umrisse der Berge erkennen und links war der Pazifik stockfinster.

Weiter sind wir am Fußballstdion vorbei. Und was Fußballfans angeht, sind sie überall sehr ähnlich. Vor ein paar Wochen, habe ich schon mitbekommen, wie sich viele im Einkaufszentrum um das Radio versammelt haben, als die Mannschaft aus Jayapura auf Java gespielt hat. Die Stimmung war angespannt, als der Gegner eine Torchance hatte, wieder entspannt, als die Chance versemmelt wurde und alle haben sich gefreut, als Jayapura gegen Ende das 2:0 geschossen hat. An dem Tag hatte Jayapura allerdings ein Heimspiel, das Spiel war gewonnen und wir standen im Verkehrsgewimmel. Die Autos standen bestimmt lange, wir nicht, hehe.

Mittlerweile war es komplett dunkel und die Straße leuchtete im Discolicht. Die Lichter einiger Autos sind nämlich nicht einfach weiß und rot. Blau, lila, grün, gelb, rot. Mal bunt, mal blinkend. Und über der Straße hängen dann auch noch bunte LED. Das macht eine viel bessere Atmosphäre, wenn mal alle stehen. Nur über den Feinstaub denke ich dann lieber nicht nach. Zum Schluss waren wir noch in der Shopping Mal im Kino. Auch wenn meine Füße dank der Klimaanlage irgendwann eisig kalt waren, war es ein schöner Abschluss vom Tag. 

Ich weiß zwar immer noch nicht, wann ich weiter reise, das stört mich aber nicht. Vielleicht bekomm ich dann nochmal die Chance über das Meer zu blicken...

Daaa

Jannika

PS: Fotos hochladen ist gerade schwierig, da das Internet immernoch langsam ist. Es lag übrigens doch nicht am Regen, sondern an einem Erdbeben in PNG. Am 19. November soll das Kabel unterwasser von einem japanischen Schiff repariert werden, wurde mir gesagt. Mal sehen wie lange es dann noch dauert...

 

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