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Autor: Jannika | Datum: 09 März 2017, 08:12 | 0 Kommentare

„Kalau belum di Wamena, belum di Papua!“- „Wenn du noch nicht in Wamena warst, warst du noch nicht in Papua!“ Diesen Spruch habe ich von mehreren Leuten in Jayapura gehört. Aber jetzt darf ich sagen, dass ich in Papua war, denn ich bin angekommen…

Da der Flug von Jayapura nach Wamena nur eine halbe Stunde geht, bestand die Anreise viel aus warten, nicht gerade spannend. Beim Landeanflug hatte ich dann schon ein etwas mulmiges Gefühl, denn das Flugzeug ging runter und runter, ich konnte aber nur Wolken und ein bisschen Regen sehen, tolles Wetter zum Begrüßen. Doch dann war das Flugzeug zwischen den Bergen, die das Tal begrenzen, und ich konnte über das ganze Tal blicken. In dem Moment habe ich realisiert, dass ich wirklich gleich endlich ankomme. (Das war noch im November)

Warum eigentlich der Spruch? Weil Wamena noch traditioneller sei, als viele andere Städte in Papua, wurde mir erklärt. Und viele Eindrücke die ich bis jetzt bekommen habe, bestätigen das. Zwischen den geteerten Straßen gibt es ungepflasterte Wege mit einigen traditionellen Häusern und Feldern und mehrere traditionelle Märkte. Die Straßen sind insgesamt weniger befahren als in Jayapura, was ich sehr angenehm finde, weil es so ruhiger ist. Und das macht das Straße-Überqueren deutlich einfacher!

Im Baliem Tal leben mehrere Gesellschaften: hauptsächlich Dani, Leni und Yali. Die meisten aus meiner Gemeinde hier, der Jemaat 0ra et labora, sind Yali. So ist die Predigt zweisprachig und es gibt im Gottesdienst traditionelle Gesänge, die ich sehr schön finde, denn sie haben was Meditierendes.

Hier im P3W leben 4 Mitarbeiterinnen, mit mir jetzt 5, 15 Mädchen und 1 Junge. Achja und 12 Hunde. Ob es wirklich 12 sind, fällt mir schwer nachzuzählen, auf jeden Fall 4 Welpen, die erst wenige Wochen alt sind. Die Jugendlichen leben hier, um in der Stadt eine weiterführende Schule besuchen zu können, Junior oder Senior High School oder Berufsschule. In den Weihnachtsferien, die hier je nach Schule 4 bis 6 Wochen sind, gehen sie in ihre Dörfer zurück. Ja sie gehen, teilweise mehrere Tage ganz allein. Wenn kein anderes Dorf auf dem Weg liegt, schlafen sie im Wald… Davor habe ich echt Respekt.

In den Bergen und außerhalb des Baliem Tals sind viele Dörfer nur mit kleinen Flugzeugen oder Helikoptern erreichbar, die in Wamena starten. Über unterschiedliche Helikopter- oder Flugmissionen leben hier so relativ viele orang barat, „Menschen aus dem Westen“. Die meisten Familien kommen aus den USA und Niederlanden, aber auch einige aus der Schweiz und eine aus Deutschland. Mit denen habe ich auch Weihnachten und Silvester gefeiert, so bin ich an Kartoffelsalat rangekommen!

Mittlerweile bin ich wieder nach Jayapura gereist, da meine Reisegenehmigung um war. Ich war also leider bis jetzt nur 7 Wochen in Wamena. Es waren aber sehr schöne Wochen, auch weil ich viel in der Natur unterwegs war, dazu ein andermal. Anfang Februar war unser Zwischenseminar und danach war ich ein paar Tage auf Java. Dazu auch ein ander Mal. Ich weiß der Eintrag kommt sehr spät, aber besser spät als nie.

Bis dahin

Jannika

PS: Im P3W Wamena ist das WLAN kaputt, was das regelmäßige Blogschreiben nicht so leicht macht. 

 

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