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Die Schildkröten-Kirche

Autor: Jannika | Datum: 27 März 2017, 03:47 | 1 Kommentare

Vom 11. bis 17. März hatte die GKI, wie alle 5 Jahre, ihre Synode. Dieses Jahr auf Waigeo in Raja Ampat. Ich hatte das Glück, mit dem Chor von Joy Veloso dorthin fahren zu dürfen. Denn Raja Ampat ist vielleicht eines der letzten Paradise auf Erden...

Raja Ampat ist eine Inselgruppe, die zu West-Papua gehört. Die Inseln liegen knapp unter dem Äquator im Korallendreieck. Das Wetter ist also heiß, die Inseln grün und der Sand weiß. An vielen Stellen sind die Korallen keine 100m vom Strand entfernt, ideal zum Schnorcheln. Zudem gibt es etliche Tauchspots. Es soll dort mehr Fisch- und Korallenarten als am Great Barrier Reef geben. Ein wirklich einmalig paradisischer Ort, finde ich. Trotzdem kein Massentourismus, was vermutlich vorallem für die Natur gut ist. Dort Urlaub zu machen, ist nämlich teuer. Umso mehr haben viele auf der Synode und ich auch es sehr geschätzt, über die GKI da hinreisen zu können.

Da ich erst am Samstagabend angekommen bin (die letzten 2 Stunden der Reise Expressfähre) habe ich die offizielle Eröffnung verpasst. Am Sonntagmorgen fand dann aber ein sehr langer Gottesdienst (4,5 Stunden) statt, um die neue Kirche in Schildkröten-Design einzuweihen. In dem Godi waren wir dann auch eine von vielen Gruppen, die gesungen hat. Mit der Einweihung konnte die Synode auch beginnen, da die Kirche die Konferenzhalle war. Auf dem Kirchengelände gabe es außerdem das Essen für die mehreren Hunderte von Gästen. Allein für Mittag- und Abendessen von 8 Tagen wurde mindestens eine Tonne Reis gekocht (keine Übertreibung). Dazu natürlich noch jede Menge anderes. Süßkartoffeln, Yams, Kochbananen, etliches Gemüse, Fleisch und frischer Fisch und Meeresfrüchte. Krebse und Schnecken habe ich dort das erste Mal probiert. Beim Essen konnte man zudem etliche Leute kennenlernen. Nur schade, dass ich mir die Gesichter und Namen in der kurzen Zeit nicht merken konnte.

Die ganze Zeit bin ich natürlich nicht bei den Sitzungen dabei gewesen. Wäre für mich sehr langweilig geworden und ich sollte es auch nicht. Die Stimmung war nämlich etwas angespannt. Wie "laut" es am ersten Tag geworden ist, weiß ich nicht, aber am zweiten Tag war das Polizei- und Militärgebot erschlagend. Nach Raja Ampat sind so viele Polizisten gekommen, da ein Regierungsvertreter bei der Eröffnung war. Zu den Sitzungen wirkte es für mich wie eine Abschreckungsstrategie. Jede Menge Schutzhelme und -westen und Gewehre. Ich glaube nicht, dass sich welche blutige Nasen geschlagen hätten, wäre die Polizei nicht da gewesen. Deswegen wirkte es für mich einfach falsch und bedrückend, so viele Bewaffnete zu sehen...

Eine schöne Atmosphäre hatte der Markt oder die Messe, wie man es auch nennen möchte. In einem Park an der Promenade waren jede Menge Stände mit Kunst und Handwerk aus Papua, Souvenirs zur Synode (T-Shirts waren nach wenigen Tagen ausverkauft), Büchern oder Infos zu Projekten der Gemeinden. Nachmittags haben Gruppen dann traditionelle Tänze aufgeführt und abends Musik.

Wenn ich nicht auf dem Markt, in der Kirche oder beim Essen war, war ich schnorcheln. Die beeindruckendste Stelle war Pasir Timbul, eine Sandbank. Bei der Tide kam nach ca. 30m im Wasser der Abgrund. Während im flachen Wasser viele kleinere Fische schwammen, konnte ich dort tiefer jede Menge große sehen, die sich auf natürliche Weise dort aufhalten und nicht weil sie gefüttert werden. Auf der Pulau Kelelawar, der Fledermausinsel, ist mir im flachen Wasser ein kleiner Hai begegnet. Der ist ganz schnell umgedreht, als er mich gesehen hat, so konnte ich leider kein Foto machen. 

Raja Ampat war für mich ein Ort voller Begegnungen. Begegnungen mit toten Tieren beim Essen, lebendigen unter Wasser und genialen Menschen, die ich hoffentlich nochmal treffen kann. Jetzt geht es für mich aber erstmal zurück. Dadurch, dass ich immer nach Wamena fliegen muss (Luftlinie von Jayapura 261km), scheint es so weit weg. Dafür ist die Freude umso größer, heimzukehren.

 

 

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Kommentare

  1. 1. Anja  |  12 Mai 2017, 11:32

    Hey, das klingt ja wirklich toll! Da kriegt man direkt wieder Fernweh... ;) Ich wünsche Dir noch eine tolle Zeit in den letzten drei Monaten und dass du noch viel Schönes mitnehmen kannst =)

 

 

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