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Ein Ort namens Hausschwein

Autor: Jannika | Datum: 04 Juni 2017, 13:35 | 0 Kommentare

Hier eine kleine Geschichte, wie Wamena seinen Namen bekommen hat. Ob es wirklich so war, weiß ich nicht…

Die ersten Amerikaner, die hier im Baliem Tal angekommen sind, wollten wissen, wie die Gegend heißt. Dort, wo heute die Stadt Wamena ist, haben sie einen indigenen Papua getroffen, der ein kleines Schwein auf dem Arm hatte. Mit Zeichensprache haben sie dann versucht zu fragen, wie die Gegend hier heißt. Der Papua hat es so verstanden, als würden sie nach dem Tier auf seinem Arm fragen. Wam heißt in einer lokalen Sprache „Schwein“ und Ena „Haus“ und da er sein Hausschwein auf dem Arm hatte, hat er  „wam ena“ gesagt.

Geboren war der Name für die übrigens größte Stadt der Welt, die komplett aus der Luft versorgt wird. Zumindest bis jetzt. Es wird nämlich schon länger eine Straße von Jayapura nach Wamena gebaut, die „fast“ fertig ist. Das schwerste Stück durch, über oder an einem Berg vorbei fehlt allerdings noch. Wie sinnvoll die Straße ist, bin ich mir nicht so sicher. Luftlinie zwischen den Städten sind 261km und gut 1500m Höhenunterschied. Keine Ahnung, wie lange die Straße dann wird, über 300km bestimmt. Abgesehen davon, dass es nicht leicht ist, eine Straße durch Gebirge und Dschungel instand zu halten, kann ich mir nicht vorstellen, dass bei einem Unfall oder Überfall schnelle Hilfe kommen kann… Der Vorteil der Straße ist die günstigere Versorgung für das Tal. Und wenn vieles einfacher und günstiger wird, verändert sich das Stadtbild vermutlich. Positiv oder negativ ist Ansichtssache.

Ob oder wann die Straße fertig wird, weiß ich nicht, miterleben werde ich es definitiv nicht mehr. Also bleibt es dabei, zum Hausschwein zu fliegen.

 

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